Aktuelles
Neues Seminar "Entwicklung interkultureller Kompetenzen: Einführung"
Im Rahmen des Weiterbildungsstudiums "Europäische Migration - EUROMIR" an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bietet das INBI am 8. und 9. Mai 2012 (jeweils von 9.30 - 16.30 Uhr) ein neues Einführungsseminar zur Entwicklung interkultureller Kompetenzen an.
Im Seminar wird ein Basisverständnis des Begriffs „Interkulturelle Kompetenz“ hergestellt. Vorrangig werden Methoden eingesetzt, die an der Erfahrungswelt der Teilnehmenden ansetzen. Mit Übungen werden unterschiedliche Teilaspekte interkultureller Kompetenz vermittelt: Es werden Perspektiven gewechselt und verschiedene Rollen eingenommen, um sich in Andere hinein zu versetzen, die eigene Flexibilität zu erkunden und sich mit unterschiedlichen Denk- und Handlungsweisen konstruktiv auseinander zu setzen. Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmenden zu vermitteln, was interkulturelle Kompetenz bedeutet und ihnen durch die erfahrungsorientierte Herangehensweise einen ersten
Transfer in das eigene Tätigkeitsfeld zu ermöglichen.
Weitere Informationen sowie einen Anmeldebogen finden Sie hier im aktuellen Programmheft.
Start des Projekts „Vielfalt in der Polizei (ViP)“ - Pressekonferenz und Unterzeichnung
eines Kooperationsvertrags
Das rheinland-pfälzische Integrationsministerium, das Polizeipräsidium Mainz und INBI unterzeichneten am 30.01.2012 einen Kooperationsvertrag.
Der Vertrag verdeutlicht einerseits die konkrete Zusammenarbeit im Projekt „Vielfalt in der Polizei (ViP)“, aber auch den gemeinsamen Beitrag zur interkulturellen Öffnung in der öffentlichen Verwaltung und damit für eine gleichberechtigte Teilhabe von Migrant/innen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens sowie für einen gerechteren Zugang zu Bildung und Ressourcen.
Konkretes Ziel des Projekts ist die Erhöhung der Anzahl von jungen Menschen mit Migrationshintergrund im Polizeidienst. Als Projektträger wird INBI in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Mainz junge Interessent/innen auf die Bewerbung und die anschließende Ausbildung bei der Polizei vorbereiten und dabei unterstützen.
Berichte in Printmedien über die Pressekonferenz finden Sie hier.
Videobeiträge:
Allgemeine Zeitung Mainz
SWR Landesschau Rheinland-Pfalz (Sendung vom 30.01.2012)
Sat 1 17:30 live (Sendung vom 30.01.2012)
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.
Überreichung der Zertifikate an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der aktuellen Runde der Auslandspraktika des BIS-Projekts
Mit der Überreichung der Zertifikate an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist die aktuelle Runde der Auslandspraktika des BIS-Projekts zu Ende gegangen. Im Rahmen von BIS - "Brücken bauen, Integration stärken" nutzten 11 arbeitslose junge Erwachsene die Möglichkeit, ein acht- bis zehnwöchiges Praktikum in England zu absolvieren. Zudem beinhaltete die Teilnahme eine jeweils mehrwöchige Vor- und Nachbereitungsphase. Die Auslandspraktikantinnen und -praktikanten mit unterschiedlichsten Abschlüsse und beruflichen Schwerpunkten konnten während ihrer Zeit in England Erfahrungen in ihrem Fachgebiet sammeln, Kontakte knüpfen, ihre interkulturellen Kompetenzen sowie englischen Sprachkenntnisse nachhaltig verbessern.
Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie hier.
Eine aktuelle Pressemitteilung auf den Seiten des Zentrums für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden Sie hier.
Erfolgreiche Fachtagung am 07.12.2011 in Worms
Mit sehr guter Beteiligung zentraler Arbeitsmarktakteure, dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Worms und Betriebsinhaber/innen mit Migrationshintergrund fand Anfang Dezember die Veranstaltung „Integration durch Ausbildung in Rheinland-Pfalz – Transparenz und Chancen für Migrantenbetriebe in Worms schaffen“ statt. Nähere Informationen finden Sie an gleicher Stelle weiter unten.
Einen entsprechenden Bericht der „Wormser Zeitung“ finden Sie hier.
Ein weiterer Bericht findet sich auf der Internetseite der Stadt Worms (hier) oder unter "Pressespiegel".
Einige Impressionen:
Fachtagung am 07.12.2011 „Integration durch Ausbildung in Rheinland-Pfalz – Transparenz und Chancen für Migrantenbetriebe in Worms schaffen“
Am Mittwoch, den 07.12.2011 findet im Kultur- und Tagungszentrum „Das Wormser“ von 10.00 bis 14.30 Uhr eine Fachtagung zum Thema „Integration durch Ausbildung in RLP- Transparenz und Chancen für Migrantenbetriebe in Worms schaffen“ statt.
Die Veranstaltung wird durchgeführt von INBI, der Stadt Worms und dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) und ist ein Beitrag zur Umsetzung des rheinland-pfälzischen Integrationskonzeptes und der Zielvereinbarung „Transparenz schaffen, Transfer guter Beispiele und Lücken identifizieren“.
Interessierte Betriebe, Jugendliche und Fachleute sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen und können sich jederzeit bei INBI melden.
Das Programm entnehmen Sie bitte dem Einladungsflyer.
Dr. Dr. med. Rahim Schmidt erhält Auszeichnung
Die Universitätsmedizin Mainz, Ressort "Forschung und Lehre", verleiht jährlich in verschiedenen Kategorien Preise für herausragende wissenschaftliche Arbeiten.
In diesem Rahmen hat der Hausärzteverband RLP an jeweils zwei Ärzt/innen einen über 1500,- Euro dotierten Forschungspreis verliehen. Auch Dr. Dr. med. Schmidt, MdL, erhielt eine solche Auszeichnung. Das Preisgeld wird er bspw. an einen Obdachlosenverband und eine Kinderkrebsstation spenden.
Teile dieser Arbeit wurden schon 2009 auf dem Internisten Kongreß in Wiesbaden sowie anderen Psychologischen Tagungen präsentiert.
Das INBI gratuliert Dr. Dr. med. Rahim Schmidt, dem ersten Landtagsabgeordneten mit Migrationshintergrund in Rheinland-Pfalz, ganz besonders zu dem erhaltenen Preis.
Einen entsprechenden Pressebericht finden Sie hier.
Landesbeirat für Migration und Integration hat sich konstituiert
Mit Beginn der neuen Legislaturperiode hat Integrationsministerin Irene Alt den Landebeirat für Migration und Integration begrüßt und die Mitglieder des Gremiums ernannt.
Da einer der Schwerpunkte des INBI auf der landesweiten Integrationspolitik und Netzwerkarbeit liegt, gehören wir mit 52 anderen Mitgliedern dem Beirat an. Vertreten wird das INBI hierbei durch Peimaneh Nemazi-Lofink.
Im Landesbeirat sind die wichtigsten gesellschaftlichen Akteure der Integrationspolitik vertreten: Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen, Migrantenorganisationen, Kommunalpolitik und Sozialpartner, verschiedene Ressorts der Landesregierung sowie der Landesbeauftragte für Migration und Integration, Miguel Vicente.
Im Beirat existieren verschiedene Arbeitsgruppen, die regelmäßig tagen und ebenso wie die Ministerin unterschiedliche Themen einbringen können, die im Beirat behandelt werden. Die Ministerin will in dieser Legislaturperiode die interkulturelle Öffnung in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen.
Weitere Informationen zum Landesbeirat finden Sie im Internet unter http://integration.rlp.de/
Neukonstituierung des Landesjugendhilfeausschusses
Ende September 2011 hat sich der Landesjugendhilfeausschuss für seine 14. Amtsperiode konstituiert.
Der Landesjugendhilfeausschuss bildet gemeinsam mit der Verwaltung das Landesjugendamt. Diese „Doppelstruktur“ entspricht dem Aufbau der 41 kommunalen Jugendämter und Jugendhilfeausschüsse im Rheinland-Pfalz. Er befasst sich mit allen grundsätzlichen Angelegenheiten der Jugendhilfe in Rheinland-Pfalz und erörtert insbesondere aktuelle Problemlagen von Kindern, Jugendlichen und Familien und gibt Anregungen zur landesweiten Weiterentwicklung der Jugendhilfe.
Dem Gremium gehören – wie bisher – 25 stimmberechtigte Mitglieder u.a. aus den Reihen der Politik (Abgeordnete der Fraktionen des Landtags), der Wohlfahrtsverbände, der Jugendverbände, der Jugendämter und der kommunalen Spitzenverbände an.
Auch INBI ist im Landesjugendhilfeausschuss vertreten und möchte hier für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Förderung sozial Benachteiligter Menschen mit und ohne Migrationshintergrund eintreten.
INBI präsentiert sich auf dem Interkulturellen Fest 2011 in Mainz
Zum wiederholten Male hat sich das INBI mit einem eigenen Stand im Rahmen des Interkulturellen Festes auf dem Mainzer Domplatz präsentiert. Mit Selbstgebackenem und einer Menge Informationsmaterial im Gepäck wurde dabei vor allem auf die aktuellen Angebote und Projekte im Institut aufmerksam gemacht und die Gelegenheit genutzt, mit verschiedenen Akteuren ins Gespräch zu kommen.
Bei dem Abschlussfest der Interkulturellen Woche verfolgten ca. 5000 Besucher das abwechslungsreiche Programm und genossen internationale Folklore und kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt. Damit hat die Stadt Mainz, in der Menschen aus 150 Nationen leben, einmal mehr gezeigt, wie bunt es in der Landeshauptstadt zugeht. Der Reichtum reichte von kurdischen Liedern über Bauchtanzvorführungen bis hin zu persischen Leckereien.
Die Tradition, dass in der Stadt das friedliche Miteinander von Menschen aus aller Herren Länder gefeiert wird, existiert bereits seit 1976.
Das Foto zeigt eine Tanzgruppe des muttersprachlichen Persisch-Unterrichts, der von Peimaneh Nemazi-Lofink geleitet wird.
INBI verleiht zum ersten Mal einen Integrationspreis: Preisträger Prof. Dr. Franz Hamburger
Nach über 30 Jahren im Lehrbetrieb der Universität Mainz hat Prof. Dr. Franz Hamburger nach Ablauf des Sommersemesters 2011 seinen Abschied vom Institut für Erziehungswissenschaften gegeben.
Franz Hamburger war seit 1978 Professor für Sozialpädagogik an der Universität Mainz und hat sich in dieser Zeit immer wieder in der Integrationspolitik engagiert sowie mit seinen wissenschaftlichen und praktischen Beiträgen die Entwicklung in den Bereichen Migration, Integration und Benachteiligtenförderung beflügelt. So ging auf seine Initiative beispielsweise die Gründung des Ausländerbeirats der Stadt Mainz sowie des Initiativausschusses für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz zurück. Daneben war und ist er in zahlreichen Ausschüssen und Beiräten aktiv, darunter im Landesbeirat für Migration und Integration und in der Enquetekommission der Landesregierung.
Als Dank und Anerkennung für seine außerordentlichen Verdienste und sein unermüdliches Engagement in den Bereichen Migration und Integration überreichten ihm Peimaneh Nemazi-Lofink und Corinna Braun von INBI im Rahmen der offiziellen Abschiedsfeier einen Preis für Integration. Der Preis wurde zum ersten Mal vergeben und fand in Prof. Hamburger einen würdigen Preisträger.
Die Berichterstattung der lokalen Presse finden Sie hier.
Führungskräfte der „Verlagsgruppe Rhein Main (VRM)“ untersuchen Mediennutzung von Migrant/innen
Um zu erfahren, wie Menschen mit Migrationshintergrund Tageszeitungen, Magazine, Onlineangebote, aber auch Radio und Fernsehen nutzen, besuchten mehrere Führungskräfte der VRM das INBI.
Hier diskutierten Fachleute, die in der Bildungsarbeit mit Migrant/innen tätig sind und selbst über einen Migrationshintergrund verfügen, wie sie Medien nutzen, welche Informationen Ihnen wichtig sind und welche Informationsträger sie am glaubwürdigsten halten.
Kritisiert wurde vor allem, dass das Bild der Migrant/innen in den Medien oft auf Probleme oder Kriminalität fokussiert werde.
Peimaneh Nemazi-Lofink, die Institutsleiterin des INBI, schlug daher vor, das Thema „Schulung von interkulturellen Kompetenzen“ vermehrt in die Weiterbildung der Verlagsmitarbeiter/innen mit einzubeziehen.
Einen entsprechenden Presseartikel finden Sie hier.
Projekt BIS: Rückkehrer/innen aus England erhalten Zertifikat
Insgesamt zwölf arbeitslose Männer und Frauen beteiligten sich an der jüngsten Austauschrunde des Projektes „Brücken bauen, Integration stärken (BIS)“ in England. Ca. zwei Monate arbeiteten sie als Praktikant/innen in den unterschiedlichsten beruflichen Bereichen. Dadurch konnten sie nicht nur internationale Berufserfahrung sammeln, Kontakte knüpfen und ihre englischen Sprachkenntnisse nachhaltig verbessern, sondern vor allem auch ihre interkulturellen Kompetenzen erweitern.
Das Projekt, das INBI in Kooperation mit dem Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Uni Mainz durchführt, wird auch von der Mainzer Agentur für Arbeit sowie dem Jobcenter unterstützt.
Anlässlich der Rückkehr der Praktikant/innen nach Mainz erhielten Sie von Jürgen Czupalla, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Mainz, ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme.
Im Rahmen einer Vor- und Nachbereitungsphase erhalten die Teilnehmer/innen darüber hinaus das Rüstzeug für eine Integration in den Arbeitsmarkt. Und das mit Erfolg: bereits jetzt haben zwei der zwölf Teilnehmer/innen eine Anstellung gefunden.
BIS ist Teil des Programms „IdA – Integration durch Austausch“, das vom Europäischen Sozialfonds Deutschland (ESF) und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird.
Die Berichterstattung in der lokalen Presse finden Sie hier.
Weitere Informationen zum Projekt finden sie hier.
Für die kommende Austauschrunde in die Türkei sind noch Plätze frei!
Fachaustausch zur beruflichen Integration junger Migrant/innen in Ludwigshafen
Unter dem Titel „Wege zur beruflichen Integration jugendlicher Migrantinnen und Migranten – Transparenz in der Förderlandschaft schaffen – Perspektiven entwickeln“ lud das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familien und Frauen zu einem Fachaustausch nach Ludwigshafen.
Hier diskutierten Multiplikator/innen und Expert/innen des rheinland-pfälzischen Arbeitsmarktes das vielfältige Angebot an Projekten, Initiativen und Programmen im Bereich der beruflichen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund.
Im Rahmen der Umsetzung des Integrationskonzeptes war das Ziel die Schaffung von Transparenz sowie die Identifizierung von guten Beispielen und Lücken in der Förderlandschaft.
Von Seiten des INBI nahm Peimaneh Nemazi-Lofink an der Diskussionsrunde „Unterstützung für Unversorgte / Übergang nicht geschafft – Abbrüche vermeiden?“ teil und berichtet aus der Arbeit des Instituts und den Erfahrungen aus den verschiedenen Integrationsprojekten.
Das Programm zur Veranstaltung können Sie hier einsehen.
Informationsveranstaltung Bildungspatenschaften
Im Rahmen des Aktionstages „Bildungspatenschaften direkt – gemeinsam aktiv“ der Initiative „Aktion zusammen wachsen“ hat sich das Projekt TAKE IT mit einem Informationsstand an der Johannes Gutenberg Universität Mainz präsentiert.
Das Ziel der Veranstaltung war es, einen Beitrag zum bundesweiten Aktionstag zu leisten und bei den Studierenden für das ehrenamtliche Engagement einer Bildungspatenschaft zu werben. Dazu wurden gezielt Studierende angesprochen und über das Projekt und im Besonderen die Patenschaften informiert.
Eine Bildungspatenschaft ist ein sinnvolles und interessantes Ehrenamt, gerade auch für Studierende, deren Erfahrungen mit dem Leben nach der Schule noch so frisch sind, dass sie sich gut in die Situation der am Projekt TAKE IT teilnehmenden Jugendlichen einfühlen können.
Das Projekt TAKE IT bietet allen Interessierten die Möglichkeit, junge Menschen auf dem Weg in das Arbeitsleben zu begleiten und sie in dieser Zeit durch Rat und Tat zu unterstützen.
Die Jugendlichen, die am Projekt TAKE IT teilnehmen, haben in der Regel die Schullaufbahn beendet und sind nun auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Im Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI) werden sie fachlich sowie sozialpädagogisch betreut, in Praktika vermittelt und in der Kommunikation mit den Betrieben bis hin zur Verhandlung eines Ausbildungsplatz unterstützt.
Bildungspatenschaften ermöglichen eine noch intensivere individuelle Unterstützung auf Augenhöhe. Sowohl die Teilnehmer als auch die Paten profitieren von der Zusammenarbeit, so werden Handlungskompetenzen gestärkt und die Persönlichkeitsentwicklung gefördert, wodurch der Lebenslauf positiv gestaltet werden kann.
Ausstellungseröffung Interkultureller Dialog, 50 Jahre türkische Migration, 40 Jahre Zusammenarbeit Mainzer und türkischer Polizei im Polizeipräsidium Mainz
Zur Erinnerung an 50 Jahre türkischer Migration nach Deutschland und nahezu gleich langer Zusammenarbeit Mainzer und türkischer Polizei lud das Polizeipräsidium Mainz zu einer Ausstellungseröffnung ein. Ein Teil der Ausstellung behandelete die deutsch-türkische polizeiliche Zusammenarbeit, die Helmut Irmen, persönlicher Mitarbeiter des Polizeipräsidenten, an Schautafeln zusammengestellt hatte.
Mit seinen Karikaturenzu seinem Lebensweg versuchte Hüseyn Kaya die bitteren, aber auch fröhlichen Erlebnisse bewusst zu machen und so zum besseren Verständnis untereinander beizutragen. Die Fotos aus zwei Welten, zusammengestellt von Ayla Akyildiz, berichteten über die Motive und Erfahrungen der Migrant/innen.
"Das Engagement um die Integration, gefördert und vorangetrieben von Polizeipräsident Weber, ist in jeder Hinsicht beeindruckend und ein best practise Beispiel für viele Bereiche der öffentlichen Verwaltung", so INBI-Geschäftsführerin Peimaneh Nemazi-Lofink.
Empfang für Dr. Dr. Rahim Schmidt
Als erster Abgeordneter mit Migrationshintergrund wird im neuen Landtag Dr. Dr. Rahim Schmidt, für die Grünen vertreten sein. Dieser Erfolg wurde von seinen Unterstützern mit ihm im Cafe dell’Arte gefeiert.
Im Namen unseres Instituts gratulierte Donya Aazami-Gilan, Diplom-Psychologin, zum großartigen Wahlerfolg. „Wir sehen Rahim Schmidt aber nicht als Exoten an, sondern finden, dass dies Normalität sein sollte“. Auch Erwartungen wurden an den Neugewählten formuliert.
„Bildung sei eine wesentliche Säule gerade für die Integration. In Deutschland wird jedoch im Vergleich zu anderen Ländern relativ wenig in Bildung investiert“, kritisierte Gilan. „Nach den letzten Daten von 2007 lag Deutschland bei den Bildungsausgaben sogar unter dem OECD-Durchschnitt, weit hinter Ländern wie Island, Dänemark oder den USA.“ Da die Gestaltung des Schulsystems jedoch Ländersache ist, hofft man, dass es durch die Grünen zu einem gerechteren Schulsystem in Rheinland-Pfalz kommt.“ Nicht zuletzt brauche man auch eine bessere Integrationspolitik.“
Salim Özdemir, Vorsitzender des Beirats für Migration und Integration, sagte, die Wahl Schmidts zeige in jedem Fall, „dass Migranten auch im gesellschaftlichen Leben wahrgenommen werden.“
Alle Anwesenden stimmten mit Dr. Kambiz Ghawami, geschäftsführender Vorsitzender des Deutschen Komitees des World University Service (WUS) mit Sitz in Wiesbaden überein, dass mit Schmidt „ein wichtiger Bevölkerungsanteil ins Zentrum der rheinland-pfälzischen Politik gewählt wurde.“
Wenn Sie Näheres über Dr. Dr. Rahim Schmidt erfahren möchten, klicken Sie bitte hier.
BIS - Türkische Kooperationspartner zu Besuch bei INBI
Im Rahmen des transnationalen Austauschprojekts BIS besuchten unsere türkischen Kooperationspartner, Frau Senem Yilmaz und Herr Hüseyin Tuncalp vom Adam und Eve Hotel aus Antalya, Türkei, unser Institut.
Während Ihres Aufenthaltes wurden die künftige Zusammenarbeit und die Entsendung von Praktikanten/-innen besprochen, an denen von Seiten des Hotels großes Interesse vorhanden ist.
Im besten Designerhotel Europas ist ein Praktikum in allen Bereichen des Hotels möglich.
Alle Kosten, wie Unterkunft, Verpflegung, Visagebühren und Reisekosten werden vom Projekt getragen. Interessenten sollten sich sofort bei INBI melden.
Die türkischen Gäste haben sich außerdem über die Arbeit von INBI informiert, stellten allgemein Fragen zur Situation der Benachteiligten in Deutschland und interessierten sich für die generelle Arbeitsmarktsituation vor Ort.
Da ein wichtiger Bestandteil von BIS regelmäßiger Austausch ist, wird noch in diesem Jahr ein Expertenaustausch in die Türkei stattfinden.
Podiumsdiskussion „Muttersprachlicher Unterricht und seine Relevanz“ im Mainzer Rathaus
Welche große Bedeutung muttersprachlicher Schulunterricht und die entsprechende Früherziehung haben, war Gegenstand einer Podiumsdiskussion im Mainzer Rathaus, zu der sich die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der rheinland-pfälzischen Parteien stellten. Anwesend waren CDU-Landtagskandidat Gerd Schreiner, SPD-Landtagsabgeordnete Ulla-Brede Hoffmann, der sozialpolitischen Sprecher der Mainzer FDP, David Dietz, Grünen-Spitzenkandidat Daniel Köbler, die stellvertretenden Landesvorsitzenden der Linken Anna Erb sowie ÖDP-Generalsekretär Dr. Claudius Moseler.
Eingeladen hatte der „Beirat für Migration und Integration“, dessen Vorsitzender Salim Özdemir zunächst ein Grußwort an die Anwesenden richtete.
Dass möglichst früher muttersprachlicher Unterricht ein Schlüssel zum Erlernen weiterer Sprachen, zur Identitätsentwicklung und zur Stärkung kognitiver Fähigkeiten ist, führte dann Donya Aazami-Gilan in ihrem Eingangsvortrag aus.
Frau Hikmet Cenger Dogan, M.A., Lehrerin an der Grundschule „Am Gleisberg“ berichtete anschließend aus ihren praktischen Erfahrungen mit dem muttersprachlichen Unterricht und eröffnete den Zuhörerinnen und Zuhörern interessante Einblicke.
In der folgenden Diskussion, die von Frau Nemazi-Lofink, Leiterin des INBI, und Frau Akgül vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. moderiert wurde, konnten die Vertreterinnen und Vertreter aus Politik Stellung beziehen und darstellen, inwieweit sie den Unterricht in den Stundenplänen verankern wollen.
Einig waren sich alle Kandidatinnen und Kandidaten, dass muttersprachlicher Unterricht für die Entwick-lung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund wichtig ist, bei den daraus folgenden Konsequenzen für die Schulpolitik nach der Landtagswahl zeigten sich dann aber doch eklatante Unterschiede.
Während die Vertreterinnen und Vertreter von SPD, GRÜNE, LINKE und ÖDP dafür eintraten, den mutter-sprachlichen Unterricht möglichst früh für Kinder in den Kindergärten und Schulen zu etablieren sowie das bestehende Angebot auszuweiten, verwies Gerd Schreiner auf leere Landeskassen und räumte ein, nach der Wahl das Angebot „peu a peu abbauen“ und zunächst den Lehrermangel kompensieren zu wollen. Selbst David Dietz von der FDP ließ diese finanziellen Argumente Schreiners nicht gelten und betonte wie alle anderen, dass bei der Bildung nicht gespart werden dürfe.
Auch der Vorschlag des CDU-Politikers, dass Eltern sich um die Spracherziehung ihrer Kinder kümmern müssten, zeigt sich angesichts der sozialen Benachteiligung vieler Familien mit Migrationshintergrund und den Schwierigkeiten, denen sie ohnehin beim Integrationsprozess begegnen, als wenig realitätsnah.
Die Präsentation zum Vortrag von Frau Aazami-Gilan können Sie hier als PDF-Dokument (112 KB) herunterladen.
Eine entsprechende Pressemitteilung der Mainzer „Allgemeinen Zeitung“ finden Sie unter „Pressespiegel“.



























