Der SPD-Landtagsabgeordnete und Ortsvorsteher der Mainzer Neustadt Johannes Klomann besuchte das Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI) und tauschte sich dort über Themen der Bildungs-, Flüchtlings-, und Integrationspolitik aus. Bei seinem Besuch stellte er sich auch den Fragen, Wünschen und Anliegen der Teilnehmenden, einer heterogenen Gruppe sozial Benachteiligter, davon viele mit Migrationshintergrund, aber auch viele anerkannte Flüchtlinge und Asylbewerberinnen und -bewerber, die im INBI Unterstützung bei der beruflichen Orientierung und bei der Vermittlung in eine Ausbildung bzw. den Arbeitsmarkt bekommen aber dort auch Sprachkurse besuchen können.
Neben dem konkreten Bildungsauftrag, in dessen Rahmen Projekte und Maßnahmen der beruflichen Integration durchgeführt werden, beruht die Arbeit von INBI auch auf der aktiven Mitgestaltung der Bildungs- und Integrationspolitik, um eine Verbesserung der strukturellen Rahmenbedingungen für sozial Benachteiligte – viele davon mit Migrationshintergrund – zu erreichen. „Bildung und Arbeitsmarkt sind die wichtigsten Säulen einer erfolgreichen Integration. Um Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit für alle erreichen zu können, ist eine Verbesserung der Rahmenbedingungen dringend erforderlich. Die Politik ist dafür zuständig, hier die erforderlichen Weichen zu stellen“, so Peimaneh Nemazi-Lofink.

Als Mitglied des Ausschusses für Bildung im rheinland-pfälzischen Landtag verfolgt Johannes Klomann (SPD) unter anderem als politisches Ziel, die Bildungsgerechtigkeit zu erhalten und auszubauen.

Da INBI das Ziel verfolgt, gleiche und gerechte Startchancen und Entwicklungsmöglichkeiten für Menschen, die im Bereich Arbeit und Bildung sozial benachteiligt sind, zu schaffen, ist der Austausch hier von besonderer Bedeutung. Örtlich ist Johannes Klomann als Ortsvorsteher der Mainzer Neustadt bereits mit dem INBI verbunden. Auch inhaltlich konnten nun im Rahmen dieses Austauschs viele Überschneidungen hervorgehoben werden. Besondere Einigkeit herrschte bezüglich der Notwendigkeit, mehr Geld in Bildung investieren zu müssen, beispielsweise für langfristige Projekte wie die assistierte Ausbildung, um sozial Benachteiligte (gleich welcher Herkunft) erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Des Weiteren sollte es öffentlich geförderte Stellen für Langzeitarbeitslose und Ältere geben, um auch dieser Zielgruppe neue Perspektiven zu ermöglichen. Es wurde festgehalten, dass die bürokratischen Hürden für Flüchtlinge verkleinert werden müssen, um ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern. So könnten die Potentiale der Flüchtlinge besser genutzt und der Staat gleichzeitig finanziell entlastet werden. Dazu müssten die Verfahren der Anerkennung deutlich beschleunigt werden, was wiederum Aufgabe des Bundes ist. Auch der große Bedarf an sozialem Wohnungsbau wurde ausführlich – auch von den Teilnehmenden selbst – thematisiert.
Alle Beteiligten wünschen sich, dass die AfD es am 13. März nicht in den Landtag schafft. Einige Teilnehmende äußerten auch Ihre Sorgen und sogar Ängste bezüglich der AfD und welche Konsequenzen es für sie geben könnte, wenn diese Partei an Stärke gewinnen sollte.

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