Leitbild
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Das Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI) ist eine Bildungseinrichtung, die seit dem Jahr 2000 die Bildungslandschaft in der Region mit gestaltet.
Institutionell verankert wurde INBI im Jahr 2000 zunächst als Verein. 2001 wurde INBI als gGmbH und im Jahr 2005 zusätzlich als Consulting GmbH gegründet.
Das übergreifende Ziel des Instituts ist die soziale, politische und rechtliche Gleichstellung von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, von Frauen und Männern. (Berufliche) Bildung und Integration von sozial benachteiligten Menschen, insbesondere von Migrantinnen und Migranten, ist unser selbst gewählter trägerspezifischer Auftrag. Hierzu verfolgt das Institut einen ganzheitlichen, lösungs- und ressourcenorientierten sowie praxisbezogenen Entwicklungs-, Förder- und Bildungsansatz. Neben diesem Aufgabenschwerpunkt unserer Institution versteht sich das Engagement in verschiedenen themenrelevanten Arbeitskreisen und Gremien für die Zielerreichung als selbstverständlich.
Das Institut hat damit zwei Ausrichtungen: Neben dem konkreten Bildungsauftrag nimmt es vor allem bildungspolitische Aufgaben wahr. Unsere Bildungs- und Integrationsangebote dienen in erster Linie dem Erreichen von Chancengleichheit für Personen, die auf dem Arbeitsmarkt deutlich benachteiligt sind, was sich in wesentlich schlechteren Chancen ausdrückt, ein angemessenes Ausbildungs- bzw. Beschäftigungsverhältnis zu finden. Die Ursachen dafür liegen nicht nur in der sozialen Situation der Einzelnen, sondern gerade auch in struktureller Benachteiligung begründet.
Die Förderung von Bildung und Integration beinhaltet für uns, dass Menschen durch individuelle und bedarfsgerechte Bildungsvermittlung ihre Chancen der Bildungsteilhabe erhöhen. Bei unserer Arbeit stehen sowohl der Mensch als Individuum als auch die ihn umgebenden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. Unsere Vision einer gleichberechtigten Gesellschaft wird in der Durchführung unserer Bildungs- und Integrationsmaßnahmen über die Förderung von Partizipation, Selbstständigkeit sowie sozialer und personaler Kompetenz vermittelt.
Die Förderung von Integration befähigt Menschen dazu, ihre Bedürfnisse aktiv zu vertreten und an gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen zu partizipieren. Integration kann aber nicht nur allein über die Förderung von Individuen gelingen, sondern umfasst auch einen strukturellen gesellschaftlichen Veränderungsprozess, der eine Verbesserung der Lernbedingungen für unsere Zielgruppe beabsichtigt. So setzen unsere Angebote nicht nur an konkreten Bildungs- und Integrationsmaßnahmen für unsere direkte Zielgruppe an, sondern umfassen darüber hinaus Projekte, die es auf die Veränderung der Rahmenbedingungen absehen und damit die mittelbaren Zielgruppen des Arbeitsmarktes mit einbeziehen, u.a. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik (z.B. Ministerien), Verwaltung (z.B. Kommunen), Wirtschaft (Verbände, Betriebe) sowie den örtlichen Agenturen für Arbeit. Dabei hat unser Institut den Anspruch, über die Durchführung von Modellprojekten Innovationen für den Bildungsbereich in der Region zu initiieren, die Vernetzung untereinander zu fokussieren und darüber Integration zu befördern. Gelungenes Lernen bedeutet für uns zum einen den aktiven Erwerb von fachlichen Qualifikationsprofilen, die den Erfordernissen des Arbeitsmarktes Rechnung tragen und somit passgenaue berufliche Chancen eröffnen. Die Aneignung fachlicher Kompetenzen ist Voraussetzung für eine Integration in den Arbeitsmarkt. Zum anderen bedeutet gelungenes Lernen für uns die Ausbildung verschiedenster Schlüsselkompetenzen.
Mithilfe der Methode der positiven Wertschätzung und der Stärkung des Selbstbewusstseins wird die Persönlichkeitsentwicklung angestoßen. Die Lehrenden dienen dabei als Reflexionsfläche, um die Selbstwahrnehmung der Teilnehmer/innen zu trainieren. Diese erkennen und entwickeln dadurch ihre eigenen Stärken und Kompetenzen. Zentral ist dabei für uns der Erwerb folgender Schlüsselkompetenzen:
- Soziale Kompetenz
- Interkulturelle Kompetenz
- Selbstständige Orientierung
- Allgemeine und politische Bildung
- Selbstlernfähigkeit
- Konfliktbewältigungsstrategien
- Vergrößerung des Verhaltensrepertoires
- Entwicklung angemessener Kommunikationsstrategien
- Kooperations- und Teamfähigkeit
Gelungenes Lernen findet dann statt, wenn bei den Teilnehmer/innen die Selbstreflexion angeregt und Eigenverantwortung geschult wird. Es ist damit vor allem ein Prozess, der Hilfe zur Selbsthilfe initiiert. Am Ende der Maßnahmen können die Teilnehmer/innen neben ihrer angeeigneten fachlichen Qualifikation eigenständig Lösungen für anstehende berufliche Aufgaben finden. Auf der anderen Seite misst sich gelungenes Lernen auch am Erkennen eigener Grenzen und an der realistischen Wahrnehmung eigener Verpflichtungen.
Um einen Prozess gelungenen Lernens bei den Teilnehmer/innen der Bildungsangebote zu initiieren, ist es wichtig, diese individuell zu fördern. Unter Berücksichtigung der individuellen Ausgangssituation jeder und jedes Einzelnen wird ein Lehr- und Förderplan erstellt. Bei ihrem Lernprozess werden sie durch die Mitarbeiter/innen unterstützt, begleitet und angeleitet. Dabei kommt den Lehrenden eine Vorbildfunktion zu. Sie unterstützen die Lernprozesse und fördern gegenseitiges Lernen. Gelungenes Lernen wird gefördert unter Berücksichtigung spezifischer methodisch-didaktischer Ansätze:
- Ganzheitliches Lernen bezieht neben dem beruflichen Lernen auch das soziale Lernen bzw. die jeweiligen Lebensumstände, die biographischen Erfahrungen, das soziale Umfeld sowie die weitere Lebensplanung in den Prozess mit ein.
- Kompetenz- statt Defizitansatz schafft Lernsituationen, die vorhandene Potentiale stärken und so die Motivation fördern und die Gesamtqualifikation erhöhen.
- Zum zielgruppenspezifischen Erwerb der geforderten Schlüsselqualifikationen trägt handlungsorientiertes Lernen bei, das die Schwerpunkte der Lernprozesse von der Darbietung zum selbst gesteuerten Lernen verlagert.
Das Handeln der Teilnehmer/innen, besonders das Lösen von Problemen steht im Vordergrund. Zielgerichtete, bewusste und auswählende Tätigkeiten um ein Ziel zu erreichen, werden gefördert. Individuelle Denk- und Verhaltensweisen, Begabungen, Probleme, Interessen und Abneigungen werden beachtet.
Unsere Methoden ermöglichen dabei den Teilnehmer/innen sich die jeweiligen Inhalte über verschiedene Lernkanäle anzueignen.
Unser Personal zeichnet sich im Umgang mit den Teilnehmer/innen sowie im Team durch fachliches Know-how, Offenheit, Empathie, Transparenz und Klarheit aus. Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt ist für uns die interkulturelle Ausrichtung und Kompetenz des Teams sowie die Interdisziplinarität der Professionen, so dass unterschiedliche Perspektiven und Einstellungen zusammenfließen, dabei eine einheitliche Linie verfolgt wird und dies bei der Umsetzung unserer Maßnahmen sowie in der persönlichen wie gemeinschaftlichen Arbeit mit den Menschen Anwendung findet. Die aktuelle Entwicklung unserer Gesellschaft stellt an den Einzelnen zunehmend Kompetenzanforderungen im interkulturellen Bereich.
Die interkulturelle Kompetenzentwicklung unserer Mitarbeiter/innen ist daher ein wichtiges Ziel für uns. Erwartungen an unsere Mitarbeiter/innen richten sich darüber hinaus auf weitere wichtige Kompetenzen:
- Politische Bildung
- Hohes Maß an Kooperations- und Teamfähigkeit
- Organisationsfähigkeit
- Flexibilität
- Spontaneität
- Engagement
- Kollegialität
- Solidarität
- Empathie und Perspektivenübernahme
- Kommunikationsfähigkeit
- Sensibilität für und Achtung von Andersartigkeit und Anderssein


