Leitbild

Das übergreifende Ziel des Instituts ist die soziale, politische und rechtliche Gleichstellung von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, Frauen und Männern. (Berufliche) Bildung und Integration von sozial benachteiligten Menschen, insbesondere von Menschen mit Migrationshintergrund, ist unser selbst gewählter trägerspezifischer Auftrag. Hierzu verfolgt INBI einen ganzheitlichen, lösungs- und ressourcenorientierten sowie praxisbezogenen Entwicklungs-, Förderungs- und Bildungsansatz. Neben diesem Aufgabenschwerpunkt unserer Institution ist die aktive Mitarbeit in verschiedenen themenrelevanten Arbeitskreisen und Gremien für die Zielerreichung für uns selbstverständlich.

Die Arbeit des Instituts beruht somit auf drei Säulen:

  • Bildungs- und Integrationsangebote für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, vor allem sozial Benachteiligte und Personen, deren Zugang zu Bildung und Arbeit aus mehreren individuellen oder strukturellen Gründen erschwert ist
  • bildungs- und integrationspolitische Arbeit, um u.a. durch Gremien- und Netzwerkarbeit zum Abbau struktureller Benachteiligung und zur Verbesserung der Rahmenbedingungen besagter Zielgruppe beizutragen
  • wissenschaftliche Begleitung und Beratung in den Themenbereichen Bildung und Integration sowie zu islamistischer Radikalisierung

So setzen unsere Angebote nicht nur an konkreten Bildungs- und Integrationsmaßnahmen für unsere direkte Zielgruppe an, sondern zielen darüber hinaus auf die Veränderung der Rahmenbedingungen ab und beziehen dabei Akteure aus Politik, Verwaltung und Arbeitsmarkt mit ein. Dabei hat unser Institut den Anspruch, über die Durchführung von Modellprojekten, Innovationen für den Bildungsbereich in der Region zu initiieren, die Vernetzung untereinander zu stärken und darüber Integration zu befördern.

Gelungenes Lernen bedeutet für uns zum einen den aktiven Erwerb fachlicher Qualifikationen, die den Erfordernissen des Arbeitsmarktes Rechnung tragen und somit passgenaue berufliche Chancen eröffnen. Zum anderen bedeutet gelungenes Lernen für uns die Ausbildung verschiedenster Schlüsselkompetenzen, wie sozialen und interkulturellen Kompetenzen. Mithilfe der Methode der positiven Wertschätzung und der Stärkung des Selbstbewusstseins wird die Persönlichkeitsentwicklung angestoßen.

Der Prozess des Gelungenen Lernens wird gefördert unter Berücksichtigung spezifischer methodisch-didaktischer Ansätze:

  • Ganzheitliches Lernen bezieht neben dem beruflichen Lernen auch das soziale Lernen bzw. die jeweiligen Lebensumstände, die biographischen Erfahrungen, das soziale Umfeld sowie die weitere Lebensplanung in den Prozess mit ein.
  • Kompetenz- statt Defizitansatz schafft Lernsituationen, die vorhandene Potentiale stärken und so die Motivation fördern und die Gesamtqualifikation erhöhen.
  • Zum zielgruppenspezifischen Erwerb der geforderten Schlüsselqualifikationen trägt handlungsorientiertes Lernen bei, das die Schwerpunkte der Lernprozesse von der Darbietung zum selbst gesteuerten Lernen verlagert. Das Handeln der TN, besonders das Lösen von Problemen, steht im Vordergrund.

Gelungenes Lernen findet dann statt, wenn bei den TN die Selbstreflexion angeregt und Eigenverantwortung geschult wird. Es ist damit vor allem ein Prozess, der Hilfe zur Selbsthilfe initiiert. Am Ende der Maßnahmen können die TN  neben ihrer angeeigneten fachlichen Qualifikation eigenständig Lösungen für anstehende berufliche Aufgaben finden. Auf der anderen Seite misst sich gelungenes Lernen auch am Erkennen eigener Grenzen und an der realistischen Wahrnehmung eigener Verpflichtungen.

Bei der Auswahl und Entwicklung unseres Personals wird auf fachliches Know-how, Offenheit, Empathie, Transparenz und Klarheit sowie interkulturelle Kompetenzen und Interdisziplinarität wertgelegt, so dass unterschiedliche Perspektiven und Einstellungen zusammenfließen.